Ich hab genäht! Ja, das kommt tatsächlich ab und an mal vor, auch wenn nicht immer alles den Weg in den Blog findet. Aber ich habe mich mal auf meine Wurzeln besonnen, denn dies war ja ursprünglich mal ein Kreativblog, auch wenn jetzt so manches andere Thema Einzug gehalten hat. Aber so ist das halt, wenn man mitteilungsbedürftig ist. Ich muss eben alles an den Mann/die Frau bringen, was mich begeistert oder beschäftigt. Dafür ist er ja schließlich da, der Blog. Und deshalb heißt er ja auch immer noch Pearl’s Harbor. Und früher stand da mal drunter „da kann ich alles über Bord werfen“. Und so mach ich das dann auch. (Ich halte es da wie mit dem Kühlschrank: Am Ende muss alles raus. Was drin bleibt wird schlecht ;-))
Heute werfe ich mal ein Kosmetiktäschlein in die Runde. Davon habe ich schon viele genäht, lange Zeit aber keine mehr und dann musste ich ja tatsächlich wieder darüber nachdenken, wie das eigentlich geht (und den Trenner habe ich auch bemühen müssen *räusper*). Letzte Woche brauchte die große Tochter Täschlein als Geschenk, denn dafür eignen sie sich immer gut. Die Große wollte dann natürlich auch genau so eines. Personalisiert natürlich. Soll ja einzigartig sein. Und das schafft es nun auch in den Blog.
Anleitung für Jojos bzw. Rosetten aus Stoff:
Ich mache meine Rosetten mit selbstgebastelten Schablonen. Es gibt aber auch welche zum Kaufen. Die Anleitung dazu hängt ebenfalls an, dann könnt Ihr Euch entscheiden, welche Methode für Euch die bessere ist, denn beide haben ihre Vor- und Nachteile.
1. Die Selbstmachmethode.
Was man dazu braucht, findet sich oft im Küchenschrank und im Altpapier.
Ich bastle mir eine Schablone aus Karton, natürlich kann man auch mit einem runden Gegenstand oder dem Zirkel die Form direkt auf den Stoff bringen.

Meine Schablonen haben die Durchmesser
16 cm, 12 cm und 8 cm. Die fertigen Jojos sind etwas kleiner als die Hälfte also
ca. 7,5 cm, 5,5 cm und 3,5 cm.

Mit Hilfe der Schablone zeichnet man einen Kreis auf den Stoff und schneidet disen aus.
Der Rand des Stoffes wird knapp (ca. 0,5 cm) nach innen umgeschlagen und mit einem normalen Geradstich gereiht. Also nur einstechen und wieder ausstechen – ohne Rückstich.
Nach Möglichkiet in gleichmäßigem Abstand und relativ nah am Rand. Ich nehme den Faden dazu doppelt. Das Ende habe ich mit einem Knoten gesichert.
Anschließend sieht das so aus. Damit man den Faden besser sieht, habe ich es nachgezeichnet.
Wenn man dann an den Fäden zieht, entsteht ein Beutelchen.
Das nur noch plattgedrückt werden muss.
Jetzt noch einen Knopf in der Mitte annähen und fertig ist das Jojo.
Ich mache gerne zwei Rosen übereinander, das gibt dann nochmal einen netten Effekt.

Die Schablonenmethode
Die Firma Clover hat eine
JoJo Schablone 
im Sortimen, mit der der gleiche Effekt erzielt werden kann.
Die Schablone besteht aus zwei Teilen mit Einkerbungen.
Zum fertigen des Jojos / der Rosette, wird einfach ein Stück Stoff zugeschnitten, das etwas größer als die Schablone selbst sein muss.
Dieses wird zwischen die beiden Schablonenteile geklemmt.

Und der Rest wird abgeschnitten.
Genäht wird durch die vorgegebenen Löcher in der Schablone.
Dadurch werden die Stiche gleichmäßig und nahe am Rand.

Nach dem herausnehmen der inneren Schablone, hat man auch wieder ein eingereihtes Stückchen Stoff…
…das nach dem Zusammenziehen zum Säckchen und anschließend zum Jojo wird.
Mit beiden Methoden kommt man zum gleichen Ziel.
Vorteil der „selbstgemachten“ Version:
– kostet nicht und ist sofort zur hand
– Größe variabel wählbar
Vorteil der Clover Schablone:
– regelmäßiger Stichabstand für eine saubere gleichmäßige Raffung
– Naht nah am Rand
Die Schablonen von Clover gibt es für Jojos in den Größen 45 mm, 60 mm, extra klein (ca. 2o mm Endergebnis) und Jumbo.
Clover bietet außerdem Schablonen für Jojos in Herz-, Blumen- und Kleeform an.
Weitere Verwendungsbeispiele findest Du unter der Überschrift „Tool Time“. Da habe ich letztes Jahr einen Rahmen für meinen Schmuck gebastelt, bei dem ich die Jojos als Aufhängung benutzt habe.
2 Kommentare
bianca
Danke für die Anleitung! Werde ich gleich mal ausprobieren! Ich werde die Jojo's auf die Kleidchen meiner Mädchen nähen! LG Bianca alias käferglück
Jenny
Man kann auch die Pappvariante nehmen und sich in regelmäßigen Abständen kleine Löcher reinmachen, durch die man mit einem Stoffmarker dann den Stoff an den Einstichstellen markieren kann. Etwas aufwendiger in der Fertigung, aber das Ergebnis dürfte dann wirklich gleichmäßig sein, besonders wenn man das nicht häufig macht und eben nicht unbedingt ein Gefühl für die Abstände hat